Freitag, 18. März 2011

Dein Fussballverein

Hersteller: Panini
Erschien: 2006
Hardware: Pentium 3, 800 Mhz, 256 MB Ram, 32 MB Grafikkarte
Wertung: 4/10
USK: Ohne Altersbeschränkung

Fußballmanager gibt es wie Sand am Meer, Komplexe, Einsteigerfreundliche, Gute, Schlechte, aber einen für Kinder und Jugendliche gab es bisher nicht. In diese Kerbe Versuchen DTP und Panini hier reinzustoßen.

Dazu wurde der Manager sehr einfach Gehalten, während man in Monstern wie dem Bundesliga Manager Hattrick quasi den Preis der Currywurst bestimmen konnte, gibt es bei „DFV“ nicht einmal die Möglichkeit den Eintrittskarten Preis Festzulegen. Geld lässt sich nur auf wenige Möglichkeiten machen. Zum einen die Werbung, allerdings lassen sich hier nur Werbeverträge annehmen, ablehnen und Kündigen. Verhandlungen gibt es nicht. Zum anderen nur Spieler Tauschen, einen wirklichen Transfermarkt gibt es nämlich nicht und zum dritten durch die Eintrittsgelder, die zufällig Generiert werden je nach Tabellenplatz. Man kann sich allerdings auch Geld bei der Bank leihen, allerdings nur in Zufällig ausgewählten Kreditgrößen und Laufzeiten.

Und von der vor allem zu Anfang sehr kläglichen Summe gilt es den Stadionausbau zu Stemmen, die Spieler zu bezahlen und auch noch das Training will bezahlt werden.

Jeder Spieler kann in 7 Kategorien Trainiert werden was allerdings entsprechend Geld kostet. So bleibt einem Anfänglich nur über einen Spieler zu Trainieren, für mehr reicht das Geld einfach nicht aus. Daher zieht sich das Spiel zu Anfang wie ein alter Ausgelutschter Kaugummi, man vertrödelt einige Saisons in der Untersten Liga um entsprechend die Kohle zusammen zu kratzen um seine Spieler Langsam zu Trainieren und das Stadion auszubauen. Denn selbst wenn man die Aufstiegsränge erreicht, erfüllt das Stadion die Anforderungen nicht, z.b. für die Oberliga 100 Prestigepunkte, kann man nicht Aufsteigen.

Bis man das Stadion erst mal soweit hat vergehen mehrere Saisons. Dann allerdings Spielt sich das Spiel quasi von selbst, denn es fließt soviel Geld in die Kasse das man quasi gar nicht mehr Weiß wohin damit. Das ändert sich erst in der ersten Liga wenn der Ausbau des Stadions Richtig teuer wird. Genau dann wird der Spielverlauf nämlich wieder Langweilig und Zäh weil man dann alles Erreicht hat und eine Meisterschaft nach der anderen Einfahren würde. Wenn man denn die Zeit Investiert.

Technisch ist das ganze so Deutsch wie es nur sein kann. Denn wie so Oft bei Deutschen Wirtschaftssimulationen muss man in einem Bild entsprechende Funktionen Anklicken um dann in die Menüs zu kommen, hier wurde das Aufgeteilt in das Eigene Büro, Die Bank, die Trainingshalle, das Krankenhaus und die Werbeagentur. Alles Verbunden durch eine halbwegs Schicke Dreh und Zoom bare Stadtansicht auf der sich auch das Stadion Befindet.

Wirkliche Hintergrundmusik gibt es leider nur einen Track, der im Grunde nur aus einem Langen Gitarrenriff besteht und eher durch die Lautstärke als durch die Spielweise Auffällt. Da hatte wohl einer der Programmierer die Garagenpunkband des Sohnes ins Tonstudio geholt. Ansonsten gibt es nur Klicksounds und Baustellengeräusche beim Stadion.

Im Grunde wär das Spiel ganz Solide, auch wenn dinge wie Automatisiertes Training und viele Komfortfunktionen fehlen. Allerdings ist da noch der 3D Modus in dem man Spiele selbst bestreiten darf. Hierbei gibt es gleich mehrere Probleme. Das ding ist Potthässlich, zwar zieht es den Aktuellen Stadionausbau als Kulisse heran, aber Spieler und Animationen sehen aus wie in FIFA Soccer 96, ein besonderes Graus ist die Steuerung. Erst mal ist Spielen nur per Tastatur möglich, und dann auch noch in einer Festgelegten Funktionsweise, die Pfeiltasten dienen zum Steuern der Figuren, und die WASD Tasten um Aktionen Auszuführen. Allerdings ist die Steuerung dermaßen Ungenau und Hakelig das ein Spielen kaum möglich ist. Dazu Ruckelte der 3D Modus auch noch auf allen Testrechnern die weit über der Minimalkonfiguration liegen. Auf einem Verweigert der 3D Modus gar ganz den Dienst.

Fazit:

Der Managerteil ist sehr Einfach Gestrickt was für die Zielgruppe natürlich Positiv ist, was der Negativpunkt aber gleich wieder Wettmacht. Das Spiel Spielt sich erst viel zu zäh, dann geht es hopphopp, und dann wieder unheimlich Zäh. Auch hat man nach Spätestens 3 Stunden alles Erreicht, zwar geht das Spiel Endlos aber die Motivation Tendiert gegen 0, zudem fehlt ein Multiplayer völlig. Der 3D Modus, ist allerdings Indiskutabel schlecht. Hässlich, kaum Steuerbar. Daher zieht dieser auch die Endwertung von 6/10 auf 4/10 Runter. Verschenktes Potential.

Bezug:

Meine Version stammt für 1 € aus dem TEDI, alternativ gibt es das ganze noch bei Amazon für 4€
http://www.amazon.de/dp/3828755712?m=A3JWKAKR8XB7XF&tag=idealocom


Links: Der Übelhässliche 3D Modus
Rechts: Maximale Ausbaustufe, danach gibt es nichts mehr zu erreichen..


Links: Logikfehler, ein Verein Spiel 2x Später sogar gegen sich selbst..
Rechts: Das Büro

Dienstag, 15. März 2011

Control the Nuclear Power Plant

Hersteller: Henrik Eriksson
Erschien: 1995
Hardware: Pentium 1, Java Script
Wertung: 9/10
USK: Onlinespiele ohne Rating

Hierauf bin ich Zufällig beim Surfen durch diverse News über das AKW Unglück in Tokio gestoßen. Das Programm basiert aber nicht auf der Katastrophe dort. Sondern auf dem in Tschernobyl. Im Grunde ist es auch kein Spiel sondern ein Simulator eines Siedewasser Reaktors, wie es ihn in Tschernobyl und auch in Japan gab.

Das Programm Simuliert im fiktiven Reaktor Kärnobyl 3 Festgelegte Unglücksfälle, beim ersten fällt die Turbine aus und der Druck im Reaktor Steigt was schließlich zur Explosion führen würde . In Sequenz 2 fällt eine Pumpe aus, was dazu führen würde das der Reaktor überhitzt und Schmilzt. In Sequenz 3 fällt gar die komplette Kühlung aus. Greift man hier nicht ein führt das ganze zum SuperGAU.

Dazu gibt es noch den „Random“ der einfach Zufällig Ausfälle im Kraftwerk Simuliert, dies reicht vom Einfachen Kühlpumpenausfall bis zum Reaktorleck. Dort ist nicht mal jeder Vorfall Kontrollierbar.

Als Kraftwerksmanager stehen einem natürlich nur Begrenzt Möglichkeiten zur Verfügung, es gibt 2 Kühlpumpen inkl. Ventile die man ein und Abschalten kann. Dazu 2 Ventile im Druckkreislauf, wovon einer zur Turbine Führt und der andere einen Zweiten Kreislauf öffnen kann der die Turbine übergeht.

Zusätzlich lassen sich auch noch die Steuerstäbe in Verschiedene Höhe Positionieren, diese sorgen entweder für ein Anheizen der Kernspaltung oder für ein abklingen dieser. Die Aufgabe ist Simpel, den Reaktor Stabil halten, wer will schon für ein Zweites Tschernobyl veranwortlich sein?

Technisch ist das Programm natürlich sehr einfach, nur was will man an einer Schematischen Darstellung eines Reaktors schon Verbessern, immerhin handelt es sich hierbei um die Umsetzung eines Lernprogrammes für Kraftwerktechniker und nicht um ein Kommerzielles Spiel. Einen Lerneffekt hat es trotzdem, nämlich den dass es nicht einfach ist einen Kernreaktor zu Kontrollieren. Gerade zu Anfang wenn man noch nicht weiss wie man im Notfall Reagieren muss fliegt einem das Teil ständig um die Ohren. Fast wie im echten Tschernobyl, da wusste auch niemand was zu tun ist.

Fazit:

Für Atomkraft Interessierte eine gute Simulation eines Siedewasserreaktors, auch kann man gut sehen das es gar nicht so einfach ist einen Reaktor unter Kontrolle zu halten. Grafisch natürlich sehr einfach, aber das tut der Simulation keinen Abbruch. Zudem ist es zum Glück kein Kommerzielles Produkt, aber ich fürchte fast das es bald einen „Atomkraftwerk Simulator“ geben wird.

Bezug:
Das ganze ist ein Java Programm, welches es hier gibt:
http://www.ida.liu.se/~her/npp/demo.html



Links: Stabiler Reaktor
Rechts: "Nur" Radioaktives Kühlwasser Ausgetreten



Links: Kernschmelze, mit SuperGAU
Rechts: Das ist ein anderer SuperGAU

Freitag, 4. März 2011

Vollversionen in den Aktuellen PC Spiele Magazinen

Die März Hefte sind da:

PCGames 3/11: Heroes of Might and Magic 5 (Recycling von PCAction 11/10 und CBS 8/10

PCAction 3/11: Knights of the Temple Infernal Crusade

Gamestar 4/11: Tales of Monkey: Island Episode 1 (Recycling von CBS 1/11) / XL: Overclocked

ComputerbildSpiele 4/11: CSI: New York, Happy Farm / Gold: Grand Ages: Rome

Sonntag, 27. Februar 2011

Meat City 2

Hersteller: Berufsgenossenschaft Fleischwirtschaft
Erschien: 2007+ (Wird öfters Aktualisiert
Hardware: Pentium 3, Flashfähiger Browers
Wertung: -/10
USK: Onlinespiele ohne Rating

Es gibt Spiele die Schreckliche Themen zu Grunde liegen haben, sei es Der Kampfhund oder KZ Manager und ähnlicher Dreck. Auch „Meat City 2“ der Berufsgenossenschaft Fleischwirtschaft, alleine das Wort ist schon zum Brechen, reiht sich Problemlos in die Aufzählung ein. Das Spiel richtet sich an Kinder und soll eigentlich Sicherheitsaspekte erklären. Dummerweise tut es gleichzeitig so als wenn ein Schlachthof das Teletubbieland wär und die Tiere freiwillig zur Schlachtbank rennen.

Aber von Anfang an, der Spieler übernimmt die Rolle von Lukas, einem Auszubildenden in einer Metzger Lehre, heißt diese eigentlich noch so? Oder wurde diese auch schon umbenannt? Jedenfalls hat Lukas die Auswahl zwischen einem Job in einer kleinen Fleischerei, einem Schlachthaus oder gleich einem Großbetrieb. In denen es unterschiedliche Aufgaben unter dem Sicherheitsaspekt zu erledigen gibt.

Die Aufgaben sind natürlich je nach Lokalität anders, in dem Fleischerladen gilt es Kabel zu Sortieren, oder etwas aus dem Keller zu holen, den Fleischwolf zu bedienen und noch mehr. Das Spiel achtet hierbei natürlich sehr darauf, dass jegliche Sicherheitsvorschriften eingehalten werden, passiert das nicht gibt es Punkteabzug. Im Schlachthaus gilt es das Vieh zu Schlachten, was hier Ironischer weise ohne einen Tropfen Blut oder Klemmendes Bolzenschussgerät von Statten geht.

Neu in „Meat City 2“ ist der Großbetrieb. Auch hier gilt es wieder genau den Sicherheitsaspekten zu Folgen, das Reicht vom Gabelstaplerfahren bis hin zur Messerkontrolle.

Das Spiel ist im Grunde wie ein Adventure aufgebaut, entweder gilt es Gegenstand A zu Ort B zu bringen, oder diesem an einer Maschine zu benutzen, Aufgelockert wird das ganze mit Fragen zur Persönlichen Schutzausrüstung und anderen Sicherheitsrelevanten dingen. Aber das Spiel setzt einen Völlig Unvorbereitet diese Fragen vor ohne dem Spieler vorher die Möglichkeit zu geben überhaupt an Informationen dazu zu kommen. Ergo bleibt dem nicht Metzgermeister nur das Ausprobieren über was gleich wieder den Punktestand drückt und für einigen Frust sorgt. Dazu kommen beim Starten der einzelnen „Level“ auch noch Fragen zum Verkehr, was das mit Sicherheitsaspekten der Fleischproduktion zu tun hat Weiß der Himmel.

Apropos Frust, in den Abteilen „Fleischerladen“, „Fleisch und Wurstproduktion“ und „Schlachthaus“ kommt noch ein anderes Problem zum Tragen. Lukas bleibt ständig irgendwo hängen, anstatt um ein Möbelstück Rumzugehen kommt nur der Kommentar das man den Ort gerade nicht erreichen kann, so darf man Lukas nervig um die Orte Herumkommandieren. Nur im neuen Abschnitt „Großbetrieb“ ist das Anders, dort funktioniert die Steuerung, kein Wunder, dieser wurde Später hinzugefügt was man auch erkennt.

Denn während die kleineren Lokationen noch Grafisch einfach gehalten sind ist der Großbetrieb so groß Angelegt das auch ein DualcoreCPU ziemlich an seine Leistungsgrenze kommt. Was sich besonders bei Übergängen in andere Räume Bemerkbar macht. Die Grafik wirkt natürlich sehr Steril, soll wohl zeigen wie Sauber *hust* es in Deutschen Schlachthöfen aussieht. Als wenn das Tiere ausweiden ein sauberes Geschäft wär. Der Sound ist auch ok, es gibt mehrere Musikstücke, die allerdings sehr kurz und damit schnell zu ende sind. Wirkliche Soundeffekte gibt es hingegen kaum.

Fazit:

Selten war mir ja beim Spieletest so kotzübel, das liegt noch gar nicht mal an der Spielerischen Qualität des Spieles. Diese sind nämlich durchaus Vorhanden, auch wenn die Rätsel für Laien kaum Lösbar sind und auch immer nach dem gleichen Schema. Aber so zu tun als würden Kühe, und andere Tiere, Problemlos, Schmerzfrei und Freiwillig in den Tot gehen geht absolut gar nicht. Klar ist nicht zu erwarten das man bei einem Werbespiel der Fleischwirtschaft die ganze Grausamkeit zeigt, aber zu tun als würd das absolut Sauber ablaufen geht kurz gesagt auf keine Kuhhaut. Daher hab ich mich auch Entschlossen bei diesem Titel keine Wertung zu vergeben, diese würde nicht Neutral ausfallen. Ich hab auch nichts gegen Fleischfresser. Aber diese Verherrlichung hier geht sowas von garnicht..

Bezug:
http://www.bgn-fleischwirtschaft.de/Lernspiel.40.0.html


Links: Klar, Lebend Kopfüber an einem Bein an einem Kran hängend und so Scherze...
Rechts: Ja ich hab auch immer Hunger wenn ich Leichenteile seh ..



Links: Kleiner Tipp, Nr. 3 ist Falsch
Rechts: Eines der Minispiele, Hier: Such die Löcher

Freitag, 4. Februar 2011

„Ich bin ein Intäläktuälla“

Eigentlich ist es dieses Nichts von AntiSchauspieler ja gar nicht wert das man ihn beachtet, aber wenn einer Rechtsstaatliche Prinzipien Angreift, das Grundgesetz verachtet und auch noch von Pornosteffi Zuspruch erhält kann irgendwas in Deutschland nicht stimmen.

Was war passiert. Kerner Nachfolger Lanz holte sich Gäste zu Themen ins Studio die nicht zusammenpassen. Einmal die Mutter eines getöteten Kindes, zum Thema Mirco. Neben einigen anderen Gästen aber auch noch Til Schweiger, der seinen Neuen Film „Kokowääh“ bewerben durfte (Kleiner Tipp, das ist einer dieser Unsäglich miesen Schweiger Filme wo er alles selbst macht, das Geld also Sparen und einer seriösen Organisation finden, Tipps dazu auf Charitywatch.de). Nun wie wir alle wissen gehört Til Schweiger jetzt gerade nicht gerade zu den, äh wie drück ich das Vornehm aus, erleuchteten.

Dieser Redete sich nämlich gleich in Rage, dass man ja wie in den USA einen Internet Pranger brauchte damit man an Farben sieht wo in welcher Entfernung Sexualstraftäter wohnen. Das Sexualstraftäter ja ihre Menschenwürde verspielt hätten und noch einiges andere, begleitet von den Fratzen die er in seinen Filmen auch immer zieht, also ungefähr äh 3.

Nun könnte man natürlich auch sagen „Ja? Und? Den nimmt doch eh keiner ernst“ dummerweise aber Spielte Bild hier gut freund, denn Herr Schweiger hatte sich ja auch schon mal für Bild Freundin Stephanie zu Guttenberg ausgesprochen. Ergo bekam Til Schweiger für sein „in Rage reden“ gleich mal die Titelseite der Gedruckten Bild und auch gleich einen Prominenten Platz auf Bild.de reserviert, was folge war klar. Tausende von Unterbelichteten Bildlesern bliesen ins gleiche Horn, und riefen auch gleich noch zu Folter und Todesstrafe auf.

Aber was hat Herr Schweiger nun gesagt, erst mal natürlich ziemlich viel Stuss, aber einige der wichtigen Passagen kann man ja mal auseinander nehmen.

„…es ist einfach so die Leute die dann wenn jemand so was sagt wie ich dann ist das populistisch…das wird jeder sagen Til Schweiger ist ein Populist, weil es ist einfach sich für Kinder einzusetzen, ja das ist das ist..diese Leute sind dumm und naiv und haben keine Fantasie..das sind intellektuelle Menschen ich verurteile jetzt nicht alle Intellektuellen, ich beachte mich selber als intellektuell, aber die haben keine Fantasie, die können sich nämlich nicht vorstellen was vorhin gesagt worden ist es passiert im Fernsehen es passiert den andern aber es passiert mir nicht und jeder der sich einmal mit einem bisschen Fantasie in die Lage von ihr hineinversetzt, der muss doch der muss doch verzweifeln..“


Nein Herr Schweiger, es ist eben nicht einfach sich für Kinder einzusetzen, man setzt sich nicht für Kinder ein indem man Quatsch in die Kamera erzählt, oder wie Freifrau zu Guttenberg einen auf Betroffen zu machen. Sich für Kinder einzusetzen erfordert Geduld, Einfühlungsvermögen und vieles mehr, was sie nicht haben. Zudem können sie überhaupt einen Pädophilen von einem Triebtäter unterscheiden? Ich bezweifle es..

Wollen sie eigentlich auch das man die Opfer von solchen, sicherlich Abscheulichen, Verbrechen vor die Kamera zerrt und mit Fragen löchert? So wie RTL das mit 3 Kindern unter 10 Jahren(!) bereits Veranstaltet hat?

„als erstes müssen wir einführen was in Amerika Gang und gebe ist, wir brauchen ne Meldepflicht für Sexualstraftäter..ich weis überhaupt nicht was daran verwerflich ist in Amerika kann ich im Internet nachgucken und sehe in roten und so äh gefährlichen Farben sehe ich in meiner Nachbarschaft wohnen in 300meter Luftlinie ein vorbestrafter Sexualtäter „


Achja, das „In Amerika gibt es das auch“ Argument, Dummerweise gibt es in Amerika auch über 900000 gemeldete Missbrauchsfälle, in Deutschland „nur“ 11391, Sprich Amerika hat sogar nach Berücksichtigung der Einwohnerzahl die 22x Fache Menge an Sexualdelikten, wow dieser Internetpranger scheint ja wirklich zu Funktionieren. Dazu kommt, können sie sich vorstellen was das für Resozialisierte und Therapierte Täter bedeutet? Nein? Na wir können ihnen ja mal aus Spaß ein paar Hundert Morddrohungen schicken und ein paar Gewaltbereite Leute vor die Haustür stellen, na wie wär das?

Wussten sie eigentlich das die Therapiequote bei ca. 80% liegt? Und damit weitaus höher als z.b. bei Dieben oder Steuerhinterziehern? Nein?.. Aber das es weniger Therapieerfolge bei Gewaltverbrechern ohne Sexuellem Hintergrund gibt? Nein? .. Autsch..

„das ist punkt eins ja das ich weiß und das ist wieder das deutsche Gut-Menschentum das ist gegen die Menschenwürde, von welcher Würde reden wir…ich bin der Meinung das jemand der ne Frau oder einen Sexualstraftat vollführt begeht, der hat sein recht in dieser Gesellschaft verwirkt“


Das was sie hier gerade mit ihren dreckigen Füßen Treten ist die Grundlage unserer Demokratie, das Grundgesetz, dessen §1 Lautet „Die Würde des Menschens ist unantastbar“ und nicht „Würde nur für Leute die Til Schweiger versteht“..
Tun sie doch lieber mal was für Ihre Kinder, seien sie für sie da, zerren sie ihre Kinder nicht vor die Kamera, bringen sie ihnen Anstand und Respekt bei, damit kommen sie vielleicht nicht auf Seite 1 der Bild, oder können weiter ihrer völlig Unlustigen Komödien drehen, aber ihre Kinder werden es ihnen danken, und ich auch.

Das was wir nämlich brauchen sind Ordentliche Therapien für Opfer UND Täter, denn auch die Täter sind im Grunde Opfer, ihrer Geistes. Aber aktuell gibt es in Deutschland nur 1. (!) Klinik die sich auf solche Fälle Spezialisiert hat, mit ewig langen Wartezeiten. Aber mit so einer Forderung käm man ja nicht auf Seite 1.

Übrigens halte ich Werbung für einen Film auf dem Rücken von Vergewaltigten und Ermordeten Kindern für Moralisch extrem Verwerflich. Vielleicht sollten sie ihren PR Berater wechseln und vielleicht auch einen Schauspielkurs nehmen, ihre Schauspielerische Leistung bei ihrem „Ausraster“ war nämlich schlecht. Ich hoffe Inständig das ihr Film floppen wird.

Sonntag, 30. Januar 2011

Mainzelkicker & FIFA Fever







Hersteller: Phenomedia & EMS
Erschien: 2006
Hardware: Pentium 3, 1,2 GHz, 256 MB Ram, 64 MB Grafikkarte
Wertung: Spiel 1/10, DVD 6/10
USK: ohne Altersbeschränkung / FSK: Infomaterial

Ein Fußballlizenzprodukt im Doppelpack hat auch Seltenheitswert, zum einen liegt hier eine Best off der „FIFA Fever“ Doppel DVD bei, zum anderen das Spiel „Mainzelkicker“. Was bietet sich da besser an als ein Doppelreview. Da kann ich gleich mal meinen ersten DVD Review schreiben. Passt zwar nicht 100% aber das ist eben ein Doppelpack.

Nachdem die FIFA mittlerweile 100 Jahre alt ist hat man sich Entschlossen die Schönsten Fußballmomente aller Weltmeisterschaften zusammenzustellen. Also derer von 1930 bis zur (damals) aktuellen 2006, dazu wurde das komplett verfügbare Videomaterial gesichtet und ausgewertet und in mehrere Top Ten Rankings aufgeteilt, die Besten Toren, die Besten Verteidiger, die brutalsten Fouls etc.

Zwischen diesen Rankings gibt es ebenfalls massig viele Spielszenen zu sehen, leider ohne irgendeinen Hinweis von wann diese Stammen, das lässt sich bestenfalls erraten, immerhin gibt es bei den Ranking dann auch Einblendungen wo das Material herkommt und ebenso einen gut vorgetragenen Kommentar. Was allerdings nicht hätte sein müssen sind eingespielte Geräusche bei den „Brutalsten Fouls“. Das wirkt leider gleich wie eine Unterschichtensendung des Privatfernsehn und zerstört etwas den guten Eindruck der DVD.

Die Bildqualität schwankt natürlich stark, das alte Material erreicht natürlich annähernd DVD Qualität, wurde aber immerhin bestmöglich restauriert und nur gutes Material ausgewählt, besonders bei den alten Schwarz Weiß aufnahmen merkt man natürlich das das Material teilweise wirklich 70 Jahre alt ist. Natürlich hätte man sich mehr Material dieser ersten WMs gewünscht aber dieses ist natürlich auch rar. Ich Weiß nicht mal ob es da von jedem Spiel Videoaufnahmen gibt.

Auch keinen guten Eindruck hinterlässt das die wenigen Interviews nicht mal mit Untertiteln versehen wurden. Englisch geht ja noch aber Spanisch kann ich dann doch nicht mehr. Auch ermüdet die DVD nach längerem gucken, so nach ca. 45 Minuten von 60 Minuten dann doch ziemlich. Weil es einfach immer das gleiche ist, Tore Tore Tore, mit ein paar anderen Aktionen zwischendurch. Wär sicher interessant zu erfahren was noch außer Toren passiert wär. Allerdings ist es wie angemerkt schon eine Best Off DVD, dafür ist es ok. Wer mehr will muss sich wohl das 2 DVD Pack kaufen, was allerdings wesentlich teurer ist.

Bei Mainzelkicker stößt der unerfahrene PC Besitzer sicher gleich auf erste Probleme, das Spiel hat keine Installationsroutine sondern muss erst in ein beliebiges Verzeichnis entpackt werden und von dort aus Installiert werden. Man hätte auch einfach das Spiel ungepackt auf die CD legen können, es ist eh unter 10 MB groß, ein böses Omen vielleicht? Weil gerade Phenomedia sollte wissen das Einfachheit Voraussetzung bei so etwas ist.

Immerhin präsentiert sich das Spiel rund um die Mainzelmännchen im Comicstil, der immerhin sogar ganz nett Anzusehen ist, Das Spiel bietet einen ein „Freundschaftsspiel“ und ein Turnier als Möglichkeit an, wobei beim Turnier einmal jeder gegen jeden Spielt und der Tabellenführer am Ende der Sieger ist.

Dummerweise scheitert das Spiel an der Steuerung und GegnerKI, erst mal springt der Ball völlig unberechenbar in der Gegend herum, auch klappt das Clipping nicht, mal geht der Ball durch den Gegner oder einen selber durch, mal nicht. Leider sind auch die Gegner kaum so zu nennen, Der Computer bolzt den Ball einfach nur Blindlings in die Gegend in der Hoffnung das dieser zum Tor fliegt, gezielte Schüsse sind kaum auszumachen, und diese scheinen aus Zufall zu entstehen. Zudem schießt auch meistens derjenige das Tor der zuerst an den Ball kommt, ergo läuft das Spiel darauf hinaus das man einfach nur auf die Aktionstaste Hämmert in der Hoffnung zuerst am Ball zu sein. Selbst wenn man einen gezielten Schuss anbringen würde, der Computer erwischt den Ball beinah immer vor dem Tor.

Musikstücke gibt es eh nur ein einzelnes und das auch nur im Menü, ansonsten gibt es nur relativ nervige Publikumsgeräusche wie Gejubelt oder einfaches Raunen. Technisch waren Phenomediaprodukte ja noch nie sonderlich weit, aber irgendwie ist das alles zu wenig.

Fazit:

Hätte Mainzelkicker so was wie eine KI, oder eine halbwegs funktionierende Steuerung wär es ja sicherlich ganz Amüsant gewesen, aber so sorgt es maximal für Frustmomente, schade um die an sich ganz nette Idee. Bleibt noch die beigelegte DVD die das ganze natürlich wieder massiv aufwertet leider aber auch nicht der ganz große Wurf ist. Für Fußballfanatiker sicherlich eine Idee, oder Leute die gerne noch mal in Erinnerungen an damalige Weltmeisterschaften erinnert werden möchten. Das Spiel hingegen macht nicht mal Kindern Spaß.

Bezug:

Gibt es noch hin und wieder im TEDI, und bei eBay, sonst ist mir leider keine quelle bekannt.



Links: Mal wieder dank verkorkster Steuerung verloren
Rechts: Das Übliche, wer zuerst am Ball ist macht zu 90% das Tor




Links: Immerhin gibts verschiedene Untergrundfarben..
Rechts: Pokalgewinn, mehr gibts nicht

Montag, 24. Januar 2011

Western Saloon Poker







Hersteller: Sybex
Erschien: 2009
Hardware: Pentium 3, 1 GHz, 512 MB Ram, 128 MB Grafikkarte
Wertung: 7/10
USK: Ohne Altersbeschränkung

Der Wilde Westen, Coyoten Heulen, Wüstengras rollt durch die Stadt und im Saloon geht die Party ab. Allerdings nicht bei Prostitution und Alkohol sondern beim Poker. Natürlich das auch in Deutschland sehr beliebte Texas Hold’em Poker.

Eine Einführung in die Pokerregeln würde jetzt zu weit führen der größte Unterschied hier ist das die Karten nicht verdeckt auf der Hand des Spielers liegen, dort sind nur zwei, sondern fünf dieser Offen auf dem Tisch liegen. Sobald man die Grundlegenden Regeln kennt sollte der Umstiege kein Problem sein. Aber für Blutige Anfänger liegt auf jeden fall ein Regelbuch dabei, welches gleichzeitig als Handbuch
funktioniert.

Als „Spielfeld“ dienen 4 Vorgefertigte Szenarios, Prärie, Waschhaus, das Gefängnis und der Saloon, wobei es bis auf die Grafische Gestaltung des Hintergrundbildes und der Gegner es keinen Unterschied macht welchen man hier wählt. Auch die Gegner anzahl lässt sich zwischen 1-5 frei Festlegen, und auch die Portraitauswahl ist mit 6 Charakteren Recht üppig, aber das eigentlich wichtige ist der Schwierigkeitsgrad. Welcher sich in Greenhorn für Leicht, Cowboy für Normal und Jesse James für Schwer unterteilt. Das ganze ist durchaus wörtlich zu nehmen, im höchsten Schwierigkeitsgrad dürften selbst Profis das ein oder andere Mal ins Schwitzen
kommen.

Aufpassen sollte man allerdings auf seinen Kontostand, die 100000$ Startkapital können sich schnell vermehren, aber ein unbedachtes All in und man landet im Knast, denn jeder Spieler der sein Geld verspielt fliegt aus der Runde, der Gewinner kann sich mit bis zu einer Millionen Dollar auf in den Sonnenuntergang machen. Wobei hier die Pokerregeln sehr akkurat umgesetzt wurden. Allerdings fehlt die Option zu Schummeln wie es wohl im Wildesten Westen vorkam, fraglich wie Spielspass fördernt das gewesen wär.

Grafisch ist das Spiel schön gemacht, die Hintergrundbilder sind nett Gerendert und die Spielerportraits auch. Allerdings macht der Sound Probleme. Zwar sind die Musikstücke schön Westernmäßig und es gibt auch eine Ausreichende Anzahl, allerdings ist die Lautstärke übertrieben, diese kann man zwar Einstellen, allerdings sobald das Spiel den Musiktrack neu startet ist die Lautstärke wieder auf dem Standardpegel, da hilft es nur die Lautstärke in der Windows Lautstärkereglung zu setzen, nervig.

Was natürlich absolut fehlt ist ein Mehrspielermodus, gerade Poker würde sich anbieten mit mehren zu Spielen über das Netzwerk und Internet. Alleine am Bildschirm ist dabei natürlich nur schwer machbar. Aber das Spiel bietet keine Option dazu, auch hier, verschenktes potential

Fazit:

Im Grunde ein sehr gutes Spiel, allerdings mit Patzern im Detail, die Musiklautstärke funktioniert nicht, und vor allen dingen ein Multiplayer Modus fehlt, dieser wär gerade für Poker das A und O gewesen. Zum üben reicht das Spiel allerdings. Was es nicht vermitteln kann sind natürlich dinge wie Pokerface, das muss man immer noch vor dem Spiegel üben wie zu Zeiten des Wilden Westens.

Bezug:

Das Spiel gibt es noch für ca. 3,50€ bei Amazon, meines stammt aus dem TEDI für 0,10 €… war leider das Einzige Exemplar.



Links: Poker in der Prärie
Rechts: Nicht das die Karten ins Wasser fallen..




Links: Ganz Klassisch im Saloon
Rechts: Der Sieger reitet in den Sonnenuntergang, der Verlierer ins Kitchen