Mittwoch, 1. Dezember 2010

Call of Duty







Hersteller: Activision
Erschien: 2003
Hardware: Pentium 3, 700 MhZ, 128MB Ram, 32 MB Grafikkarte
Wertung: 7/10
USK: Ohne Jugendfreigabe


Da ich gefragt wurde ob ich mal auch „Normale“ Spiele Vorstellen könnte, leiste ich dieser bitte gerne Folge.

Der Zweite Weltkrieg forderte nicht nur auf Zivilistenseite unzähle Opfer, an denen natürlich nicht nur die Deutschen Schuld waren sondern auch die Allierten und Sowjets, dazu kamen noch Hunderttausende Tote und teilweise entsetzlich Verstümmelte Soldaten. Das machte den 2. Weltkrieg nach dem 1. Weltkrieg, den Kreuzzügen und der „Kolonisierung“ Amerikas zu einem der Blutigsten Kriegsschauplätze de Menschlichen Geschichte. Genau in diesen Krieg bringt einen Call of Duty.

Als Intro fungiert hier ein extrem schlecht Komprimiertes Video das diverse Spiel und Realszenen vermischt. Zudem Trieft es vor Patriotismus, naja immerhin ist es Recht Schnell vorbei und man kann mit der Singleplayer Kampagne beginnen. Das heißt erstmal gibt es ein in Standbildern abgehaltenes Missionsbriefing. Wobei jedes Briefing in dem Spiel in Standbildern abgehalten wird, teilweise gibt es sogar nur Missionsbeschreibungen zu Lesen. Da hätte man Deutlich mehr Liefern können, animierte Zwischensequenzen waren auch 2003 schon Standard.

Immerhin gibt es zu Anfang ein Trainingslevel wo einem die Grundlegenden Spielfunktionen und das HUD erklärt werden,. Wobei ein HUD in einem WW2 Spiel doch etwas abstrakt klingt. Erst danach wirft einen das Spiel auch wirklich in den Krieg. Naja in einem ziemlich gescripteten Krieg mit relativ kleinen Levels. Denn COD arbeitet massiv mit voreingestellten Ereignissen, immer wenn man einen bestimmten Punkt erreicht löst das Spiel einen oder mehrere Ereignisse aus. So explodiert schonmal was und gibt einen neuen Levelabschnitt frei. Flugzeuge tauchen Plötzlich auf, oder schlichtweg neue Gegner. Nach einiger Zeit wird sowas leider sehr vorhersehbar. Genauso sehen die Level zwar zu Anfang groß aus, aber sehr schnell landet man entweder an einer Unsichtbaren Mauer, oder in einem Minenfeld. Im Grunde hat Call of Duty nur Schlauchlevel die dem Spieler garkeine wirkliche Wahl lassen.

Dazu kommt auch noch das die Gegner KI nicht mal mit der der C&C Sammler konkurieren kann. Gegner benutzen entweder Vorgefertigte Pfade, bleiben bei Beschuss einfach stehen, oder rennen gar ins Feindliche (und eigene!) Feuer hinein, und das in allen Schwierigkeitsgraden. Zudem trifft die KI manchmal schlichtweg garnichts, andererseits trifft sie mit eigentlich völlig Ungenauen Waffen den aus einem Versteck schauenden Spieler sofort. Meistens ist es am besten die KI Kameraden vorzuschicken, denn sollte einer Fallen schickt das Spiel in den meisten fällen Schlichtweg einen neuen an die Front, teilweise passiert das auch mit den Gegnern, z.b. wenn eine bestimmte Zeit auf Verstärkung gewartet werden muss.

Das Spiel hat zudem keinerlei zusammenhängende Story, mal Spielt man als US Soldat in Frankreich, dann als Englischer Soldat in Österreich und wiederum als Sowjetischer Soldat in Stalingrad, immerhin hat man hier auch die Russische Methode der Kriegsführung bedacht, solange Soldaten schicken bis dem Gegner die Munition ausgeht, im ersten Level der Sowjet Kampagne kann der Spieler nicht mal schießen weil er Schlichtweg keine Waffe hat, denn diese bekommt nur nur jeder Zweite Soldat, und übrigens, wer flieht wird erschossen. Auf beiden Seiten gibt es auch Fahrsequenzen, wobei der Spieler eigentlich nur in relativ kurzen Abschnitten einen Panzer selbstfahren darf, sonst betätigt man sich meist als Bordschütze, auch hier wär mehr abwechslung drin gewesen.

Das Spiel setzt auf die Quake 3 Engine, und bringt damit ein Relativ gutes Abbild des 2. Weltkriegs auf den Bildschirm, ständig kracht und Scheppert es, Häuser und ganze Straßenzüge liegen in Trümmern und das bei erfreulich niedrigen Hardware Vorraussetzungen. Leider wirken die Charakteranimationen etwas hölzern, zudem kommen einem einige Landschaften doch etwas eckig vor, vorallem wenn es in den Winter geht und man auf eckige Schneeverwehungen trifft, dabei war es gerade ein Novum der Quake 3 Engine das sie Rundungen darstellen kann. Der Sound vermittelt ebenso WW2 Feeling, es Kracht und Rumst überall, Waffenfeuer klingt laut und Satt. Es gibt keine nervige Musikuntermalung in den Schlachten, lediglich die Sprachausgabe hat etwas wenig umfang, vorallem die Gegnerischen Soldaten bringen kaum mehr als „Der Feind“ und „Achtung“ hervor.

Fazit:

Im Grunde ist Call of Duty eine sehr gute WW2 Ballerei, aber, durch den Massiven Einsatz von Gescripteten Effekten nutzt sich das Spiel auch sehr schnell ab, selbst wenn zwischen dem ersten und dem Zweiten durchspielen einigen Wochen liegen kann man sich genau denken wo es jetzt kracht und was als nächstes Passiert. Dazu kommt natürlich auch noch das die Level sehr klein und die KI auch einen Tiberiumsammler steuern könnte. Beim ersten durchspielen ist Call of Duty dafür sehr intensiv und mitreissend.

Bezug:

Call of Duty gibt es in der Greenpepper Serie für 6,99€ in jedem Laden der diese Serie führt, Ansonsten gibt es das Original noch auf eBay.

Schnittbericht:

Natürlich wurden Hakenkreuze und SS Runen für die Deutsche Version entfernt, sonst wär das Spiel auch gleich Beschlagnahmt worden, allerdings sind die Schnitte noch weitgehender. Es wurden zudem auch alle Hinweise auf das Deutsche Reich entfernt. „Nazi“, „Kraut“ oder „Jerry“ wurden einfach zu „Deutscher“ Synchronisiert. Der Begriff „Wehrmacht“ wurde zu „Deutsche Armee“ und selbst das Endvideo wurde Geschnitten, die Szene mit dem herunterfallenden Hakenkreuz wurde durch eine andere ersetzt. Wenn man allerdings genau hinguckt findet man auf Plakaten und Uniformen trotzdem noch Hakenkreuze.



Links: Das Ende des Krieges, das hissen der Flagge auf dem Reichstag.
Rechts: Wo früher die Faschisten Tagten, sitzen jetzt FDP, CDU und das restliche Pack, welche Ironie..



Links: Leere Versprechen, dem Deutschen Volke, wohl er "Der eigenen Brieftasche"
Rechts: Sturm auf Stalingrad



Links: Blick durch das Zielfernrohr

Sonntag, 28. November 2010

Tatort Internet - Part 2

Einige werden sich ja noch an meinen Blogeintrag zu Tatort Internet erinnern, aber nicht nur diese Sendung, von der Mittlerweile auch bekannt ist das oftmals mit Schauspielern gearbeitet wurde ist Dubios, auch der Verein "Innocence in Danger" ist es.

Die Berliner Zeitung wollte etwas über diesen Verein in Frage stellen und Traf auf eine Mauer aus Schweigen und Lügen, aber lest selbst.

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/320718/320719.php

Daher kann man wohl langsam erahnen woher der Wind weht und welches geistes Kind Frau zu Guttenberg und Frau von Weiler sind..

Tennis Critters







Hersteller: Nerd Riot Games
Erschien: 2003
Hardware: Pentium 2, 500 Mhz, 64 MB Ram, 16 MB Grafikkarte
Wertung: 9/10
USK: Ab 0


Testumgebung:
Pentium 4, 1,8 Ghz, 768 MB Ram, Geforce 3 TI 200 (Problemlos)
AMD Turion X64, 512 MB Ram, ATI Radeon 1100 Mobile (Problemlos)

Was währen wohl Boris Becker und Steffi Graf ohne den Sport Tennis? Rechtsanwälte? Sänger? Maurer? Pleite? Man Weiß es nicht, der Sport hat sie jedenfalls zu bekannten Persönlichkeiten gemacht. Genau diesen Sport bringt Tennis Critter auf den PC.

Nun naja, so ziemlich, denn Tennis Critter verlegt das Spiel in den Wald und lässt Zwei bzw. 4 Streifenhörnchen gegeneinander antreten. Allerdings nimmt das Spiel den Sport sonst absolut ernst, die Regeln sind 100% Integriert, die Steuerung ist komplex aber dennoch einfach gehalten. Zudem bietet das Spiel auch noch eine große Auswahl an Spielmodis.

So gibt es neben dem Einzelspiel, auch das Doppel, also mit 4 Spielern, 3 Verschiedene Turniere mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden, welche ebenso im Einzel oder im Doppel gespielt werden können. Zusätzlich lassen sich auch noch 10 Schwierigkeitsgrade, die Ballgeschwindigkeit, die Ballgröße einstellen. Selbst 8, mehr oder weniger Spielbare, Kameraperspektiven liefert das Spiel mit. Auswahl genug also. Lediglich bei der Platzauswahl fehlt was, so gibt es nur Sand und Gras als Belag, Beton fehlt.

Grafisch ist das Spiel ebenso absolut Ausreichend, so gibt es Auflösungen von 800x600 bis hin zu 1920x1200. Die Charaktere sind ebenso liebevoll gezeichnet und Animiert, zwar gibt es etwas wenige „Jubelanimationen“ aber das lässt sich wohl verschmerzen. Beim Sound hingegen patzt das Spiel leider etwas, es gibt nur zwei Musikstück, was zwar im Allgemeinen nicht stört, aber halt etwas wenig Abwechslung bietet.

Wer jetzt aber meint das das Spiel eher für Kinder ist, täuscht sich, schon um den Gegner im Niedrigsten Schwierigkeitsgrad zu schlagen muss man etwas Übungszeit Investieren. Zwar lässt die das Spiel auch mit den Grundfunktionen Spielen, aber dinge wie Angeschnittene Bälle, Schmetterbälle, zielgerichtete Schläge usw. muss man erst mal Lernen zu Beherrschen.

Selbst einen Netzwerk Modus bietet „Tennis Critters“ so lässt sich nicht nur am selben PC miteinander bzw. gegeneinander Spielen, sondern mit bis zu Vier Spielern an Zwei PC. Theoretisch hat das Spiel auch einen Internetmodus, allerdings hab ich diesen nicht zum Laufen bekommen, scheinbar sind keine Server mehr verfügbar.

Fazit:

Tennis Critters ist ein Spiel fast ohne Kritikpunkte, es lässt sich sehr gut Spielen, die Spielmöglichkeiten bieten alles was der Sport so hergibt, der Schwierigkeitsgrad ist angenehm Fordernd. Die ganze Thematik in einen Wald zu verlegen und dort Streifenhörnchen gegeneinander antreten zu lassen ist zudem Witzig und sehr Originell. Wer Warum sich die Originalprogrammierer so verstecken, auf der Packung werden Firmen angegeben die Garnichts mit dem Spiel zu tun haben ist mir allerdings ein Rätsel. Wer ein gutes Tennisspiel sucht wird hier nicht dran vorbeikommen.
Bezug:

Das Spiel gibt noch bei Amazon.de, allerdings schwanken die Preise dort je nach Anbieter und Zeit stark.

Freitag, 26. November 2010

Beach Volleyball & Beach Soccer







Hersteller: Inca Gold
Erschien: 2003
Hardware: Pentium 2, 500 Mhz, 64 MB Ram, 16 MB Grafikkarte
Wertung: 0/10
USK: Ab 12


Testumgebung:
Pentium 4, 1,8 Ghz, 768 MB Ram, Geforce 3 TI 200 (mit abstürzen)
AMD Turion X64, 512 MB Ram, ATI Radeon 1100 Mobile (mit abstürzen)

Ja das ist eine Art Doppelartikel, der Grund ist auch relativ schnell erklärt, beide Spiele unterscheiden sich zu wenig als das hier zwei von Nöten währen. Zudem Stammen sie aus der“2 in 1 Games“ Serie und wurden so zusammen Verkauft.

Beide Sportarten sind im Grunde die „Fun“ Ausgaben ihrer Großen Brüder, so wird Beach Soccer lediglich 5 gegen 5 und Beach Volleyball 2 gegen 2 gespielt, die Regeln hingegen sind im Grunde die gleichen. Aber selbst hier Patzt Beach Soccer schon, so macht der Torhüter statt eines Abstoßes einen Einwurf(!), es gibt 3. Perioden statt 2, von Details wie Abstände beim „Abstoß“ noch ganz abgesehen. Beach Volleyball macht es hier etwas besser, allerdings sind hier die Regeln wohl auch einfacher Umzusetzen gewesen.

Grafisch tun sich beide Spiele überhaupt nichts, selbst die Untergrundtextur und die Spielermodelle sind dieselben, das wär nicht schlimm nur sind beide selbst für das Jahr 2003 absolut Hässlich, dass gleiche gilt auch für die Animationen, jeder Amiga würde vor Scham in Flammen Aufgehen wenn er sowas darstellen müsste. Auch scheinen beide Spiele Kollisionsabfrage nicht allzu wörtlich zu nehmen. Während der Ball in Beach Soccer durchaus mal an den Spielern abprallt gehen Grätschen beinah immer genau durch die Spieler durch. Faulen ist gänzlich unmöglich und den Ball trifft man auch nur mit absolutem Glück. Selbiges Problem hat auch Beach Volleyball, auch hier trifft man den Ball nur mit glück. Hier wird die „Zone“ in der man stehen muss um den Ball zu treffen mit einem Gelben Kreis angezeigt. Normalerweise heißt es sich hier in die Mitte zu Stellen und Rechtzeitig die Pass oder Schuss Taste zu drücken. Allerdings geht der Ball oftmals trotzdem einfach zu Boden und das andere Team bekommt einen Punkt. Lange Actionreiche Ballwechsel sind kaum zu machen.

Beach Soccer hingegen leidet auch noch unter einer schlechten KI, diese „bolzt“ im Grunde einfach nur rum, anstatt geplant und mit Taktik zu Spielen. So passt die KI vor dem Leeren Tor auch gerne mal in die eigene Hälfte zurück. Auch der Spieler kann unmöglich ein Ordentliches Spiel aufzuziehen denn die KI hat absolut keine Probleme dem Spieler den Ball abzunehmen. In Beach Volleyball ist die KI hingegen kaum Bezwingbar, denn diese muss nicht mit der Hakeligen und Fehlerhaften Steuerung zurecht kommen und erreicht somit beinah jeden Ball. Bei Beach Soccer ist ein weiteres Problem das der Computer auch die Steuerung der eigenen Spieler übernimmt, und diese meist grätschen lässt so das das halbe eigene Team meist am Boden liegt und die entsprechenden Anspielstationen schlichtweg fehlen.

Zum Sound würd ich ja lieber Schweigen, aber trotzdem. Beide Spiele haben das selbe Nervige Musikstück, und ebenso die gleichen Lächerlichen Soundeffekte, das Musikstück ist sogar so kurz das es nach seinen 2 Minuten schlichtweg aufhört und das Spiel verstummt, ist auch besser so.

Wundert es jemanden, dass die Spiele auch noch massiv Verbuggt sind? Mal verschwindet der Ball Spurlos, dann wiederrum Spielt der Computergegner nicht weiter. Beach Volleyball stürzt gar auf 2 Testcomputern nach jedem Spiel ab.

Fazit:

Tja nette Idee, aber leider Total in den Sand gesetzt. Das lässt einen Rätseln ob es bei Inca Gold auch sowas wie eine Qualitätssicherung gibt, oder die Programmierer ihr Machwerk selbst überhaupt anfassen. Ich bezweifele das jedenfalls sehr. Geschweige denn das dort irgendwer überhaupt die Regelwerke wirklich gelesen hat.

Bezug:

Als hätte man es Raten können, beide Spiele gibt es noch, im Vertrieb von Media Verlag. Sehr dreist übrigens das diese „2 in 1 Games“ Serie die Empfehlung des PCJokers trägt, der auch im Media Verlag erschienen ist. Preis schwankt je nach Anbieter zwischen 2€ und 10€. Wert sind die Titel es nicht.

Trivia:

Beide Spiele gibt es auch als Xtreme Version, der unterschied ist, neben noch mehr Bugs. Sollte man es schaffen ein Spiel zu gewinnen gibt es einen Schlechten „Erotikclip“ zu sehen, der nicht mal auf einem Osteuropäischen Sexkanal laufen würde, aufgrund der miesen Qualität.



Links: Man beachte die hübsche Bodentextur!
Rechts: Mal wieder den Ball nicht bekommen obwohl man genau richtig stand..



Links: Man beachte die beiden großen Bälle im Spiel, das dritte ist der Beach-Soccer Ball
Rechts: Man beachte die selten Geniale Übersetzung.

Dienstag, 23. November 2010

Service: Spielevollversionen auf Magazinen

So, ab jetzt gibt es einmal im Monat die Zusammenfassung der Vollversion der 4 Populärsten Spielemagazine

PCGames 12/2010: Tomb Raider Anniversary (Bereits auf CBS 4/2010)

PCAction 12/2010: Armed Assault (Bereits auf PCGames 10/2010)

Gamesstar 1/2011: Agatha Christie / XL: Das schwarze Auge: Drakensang GOLD Edition

Computerbildspiele 1/2011: Agatha Christie - Mord im Doppelpack, Tales of Monkey Island Episode 1, Deutschland Spielt -10 Vollversionen / Gold: Herr der Ringe Online

Earth Conflict








Hersteller: BWM Software
Erschien: 2005
Hardware: Pentium 1, 200 Mhz, 128 MB Ram, 8 MB Grafikkarte
Wertung: 1/10
USK: Ab 12


Testumgebung:
Pentium 4, 1,8 Ghz, 768 MB Ram, Geforce 3 TI 200 (Ruckelfrei)
AMD Turion X64, 512 MB Ram, ATI Radeon 1100 Mobile (Ruckelfrei)

Erinnert sich noch jemand an die Folgenden Strategiespiele? Dune 2, Command and Conquer 1 und Dark Colony? Falls nicht, Dune 2 war das Spiel das dem Strategiegenre zum Durchbruch verhalf, im Rückblick allerdings ist die Steuerung arg Umständlich, so erfolgt die Bauauswahl nicht über eine Leiste sondern über einen Extra Bildschirm. Was das ganze sehr zäh zu Spielen macht. Bei C&C erinnert man sich mittlerweile auch nur noch an die Krümelige VGA Grafik. Das unbekannteste Spiel der Reihe ist Dark Colony, hier überfallen Aliens die Erde und der Spieler darf diese zurückschlagen.

Was diese 3 Spiele mit Earth Conflict zu tun haben? Ganz einfach, das Spiel klaut dort. Bei Dune 2 die nervige Steuerung, bei C&C 1 die Total veraltete Grafik, und bei Dark Colony die Storygrundlage. Nun wär das weniger Tragisch wär der Titel in den 90ern erschienen, ist es aber nicht. Es ist von 2005.

Im Grunde läuft es ab wie jeder Strategietitel, Basis aufbauen, Ressourcen Sammeln und Gegner eliminieren. Allerdings geschieht das hier etwas anders. So muss immer eines der Produzierenden Gebäude (Bauhof, Kaserne oder Fahrzeugfabrik) angeklickt werden, dort das Baumenü aufgerufen werden, dort das zu bauende Ausgewählt werden, dann die Anzahl festgelegt werden, und wenn das Geld nicht ausreicht, müssen auch noch die Gold oder Öl Ressourcen eingetauscht werden, was teilweise bis zu 2 Minuten dauert bis man genug eingetauscht hat. Erst dann geht es wieder zurück auf die Map wo man dann entweder das zu Produzierende Gebäude hinsetzen darf oder auf die zu Bauenden Einheiten wartet.

Auch in anderen Bereichen gibt es massive Kritikpunkte. Die Grafik kann lediglich 640x480, das ist dieselbe Auflösung wie das 1997 erschienene C&C Gold. Apropos, wer die Wegfindung in C&C Schlecht findet wird hiernach eines besseren Belehrt, die Einheiten in Earth Conflict finden Garnichts. Selbst wenn der direkte weg frei ist fahren diese um den nächsten Hügel. Auch die KI ist nicht besser, diese Baut sich gerne schon mal ein. Baut Sinnlos Einheiten, und lässt sich immer mit derselben Methode Spielend besiegen. Ein weiteres Problem ist das schon die erste Mission der Menschenseite verbuggt ist und sich ohne Cheats nicht Lösen lässt.

Auch beim Sound sieht es nicht besser aus. Schon die Musikstücke sind kurz und furchtbar, dazu Spielt das Spiel völlig sinnlose Sprachausgabe ab die den Spieler höchstens verwirrt, vor allem weil die paar Wissenswerten brocken, wie das die Basis angegriffen wird, da drin völlig untergehen. Das die Sprachaufnahmen auch noch, ungewollt, wie übers Telefon aufgenommen klingen nur so nebenbei.

Fazit:

Furchtbar, hier wird dem Spieler ein Technisches Steinzeitprodukt vorgesetzt. Selbst der 1995er Titel Command & Conquer sieht besser aus als dieses Machwerk, Spielt sich zudem auch Flotter. Als Freeware würde Earth Conflict ja noch ein „gut da hat sich jemand bemüht“ abringen können. Aber als Kommerzielles Produkt? Da doch lieber C&C 1, oder gar das noch ältere Dune 2, selbst das Spielt sich mit seiner Steuerung angenehmer als das hier.

Bezug:

Gibt es für 49cent bei Amazon, wenn man überlegt das eine einzelne DVD Hülle 29 Cent kostet, bekommt man hier noch für 20cent ein Spiel dazu, ob es diese 20 Cent wert ist, naja soll jeder selbst entscheiden.



Links: Die Aliens greifen die Erde an, und das Spiel den Spieler..
Rechts: Immerhin gibt es einen Tag und Nachtwechsel, unterschied .. keiner..



Links: Das ding da soll eine Atombomenexplosion sein.
Rechts: Das Baumenü, man verbringt ungefähr 1/3 der Spielzeit in diesem.

Mittwoch, 17. November 2010

Inside Fashion aka. Mission Runaway







Hersteller: Valu Soft
Erschien: 2008
Hardware: Pentium 3 1,4 GhZ, 512 MB Ram, 1,2 GB HDD, DirectX 9 Grafikkarte
Wertung: 6/10
USK: Keine Einstufung


Testumgebung:
Pentium 4, 1,8 Ghz, 768 MB Ram, Geforce 3 TI 200 (Ruckelfrei)
AMD Turion X64, 512 MB Ram, ATI Radeon 1100 Mobile (Ruckelfrei)

Wer wollte nicht schon einmal in seinem Leben Modedesigner werden? Also ich jedenfalls nicht. Zum Glück für die „Modewelt“. Zum Glück(?) bietet aber „Inside Fashion“ die Möglichkeit trotzdem zum Modedesigner aufzusteigen.

Inside Fashion spielt eine Art Modedesigner Castingshow nach, in der man in jeder Runde neue Aufgaben Gestellt bekommt und als letzter von 10 Designern überbleiben muss. Entsprechend wird das Spiel von einer Moderatorin Präsentiert, und die „Kreationen“ des Spielers von einer Jury bewertet. Hier zeigt sich aber schon das erste Problem des Spieles, fehlende Abwechslung, es gibt nur (gezählte) 7 Jurymitglieder die einfach immer neu Zusammengesetzt werden. Allerdings ist sowieso eher unwichtig.

Hauptaugenmerk des Spieles liegt natürlich in dem „Modedesign“ hierzu kann der Geneigte Spieler aus zig unterschiedlichen Kleidungsstilen und Zusammenstellungen, dazu noch aus, je nach Kleidungsstil, bis zu 120(!) verschiedenen Farbkombinationen Wählen. Hier kommt natürlich eine beachtliche Anzahl an Möglichkeiten zusammen. Dazu kommen noch Frisuren, Make Up und Accessoires wie Handtaschen oder Handschuhe. Das Problem dabei ist. Dem Spiel ist es im Grunde total Wurst was der Spieler hier zusammenbaut. Solange man sich Grundlegend an die Vorgabe hält kann man dem Model für einen Opernball auch eine Tigermaske ins Gesicht Pinseln und kommt trotzdem eine Runde weiter sofern man ein Kleid aus der Gruppe „Glamourös“ genommen hat. Die Programmierer waren hier einfach zu Faul alles mit entsprechenden Variablen auszustatten.

Nachdem man sein Design durchgeplant hat, also wenn man Weiblich ist, ein Kerl wird einfach Wahllos dinge zusammenklicken schickt man sein Model auf den Laufsteg. Leider bewegen sich die Models aber so als hätten sie Brechdurchfall und müssten sich diesen Verkneifen, so extrem hölzerne Animationen sieht man selten. Auch wird hin und wieder auf die Jury geschwenkt, wer jetzt aber meint man könnte an dieser schon sehen was sie von der „Kreation“ halten ist auch schief gewickelt, diese gucken immer wie 3 Tage Regenwetter. Zum Glück lassen sich dann die Models der Konkurrenten überspringen. Danach gibt es dann die Bewertung der Jury, die wie angesprochen allerdings mehr oder weniger Zufallsgeneriert wird. Nach der Runde fliegt dann auch einer Raus der ebenso zufällig (angeblich ja Publikumsentscheidung) Ausgewählt wird.

Dummerweise muss man auch noch die teilweise für den Textkasten zu langen Texte auch noch selber Lesen, eine Sprachausgabe gibt es nämlich auch nicht, sondern nur teilweise ziemlich Nervige Musik.

Leider bleibt auch nicht mehr viel über wenn man den „Karriere“ Modus einmal durchhat, zwar kann man seine Kreationen noch in ein Fotoshooting packen wo man selbst aus allen (un)möglichen Positionen Bilder machen darf, aber Spaß macht das keinen, genauso nicht das Freie Designen ohne Konkurrenz.

Fazit:

Ja der „Casting“ Modus macht sogar Spaß, allerdings nicht wegen der Herausforderung, sondern weil man einfach mit den Unmöglichsten Kreationen ebenso gewinnen kann als würde man das Spiel ernsthaft Spielen. Tigermaske für den Opernball, geht immer(!) durch. Allerdings hat man diesen auch in Maximal einer Stunde durch, so dass nicht mehr sonderlich viel überbleibt. Immerhin ist die „Design“ Auswahl Riesig, auch wenn das fast keine Auswirkungen auf das Spiel hat, verschenktes Potential.

Bezug:

Amazon hat das Spiel im Programm, allerdings für einen ziemlichen Wucherpreis, auch im Steam Shop gibt es das Spiel noch, allerdings liegt dieses ebenso im 20€ Bereich was definitiv zu viel für die Gebotene Leistung ist. Mit etwas glück Findet man das Spiel in Ramschläden wie Woolworth, wo auch mein Testexemplar herstammt.



Links: Die Jury
Rechts: Das Designen



Links: Das Model Typus: Stock im Arsch
Rechts: Photoshooting, und ja das Makeup ist wirklich so im Spiel